Auszug aus einem Artikel aus der Banater Post vom 5. März 1999 von E. Hoffmann und Hans Georg Mojem
Mit Patenschaften den Landsleuten helfen
Arbeitsgemeinschaft "Berchtesgaden hilft Rumänien"
Die ökumenische Arbeitsgemeinschaft "Berchtesgaden hilft Rumänien" wurde im Jahre
1990, kurz nach der Revolution von Pfarrer Dr. Wolfgang Höhne, Prälat Dr. Walter Brugger und
Landrat Martin Seidl, gegründet.
Diese Gründer traten im Februar 1990 an das Ehepaar
Arnold und Herta Eder aus Berchtesgaden mit dem Anliegen heran, die Hilfe für Rumänien
verantwortungsvoll zu organisieren. Das Ehepaar Eder ist von Anfang an dabei und leitet ehrenamtlich
die Arbeitsgemeinschaft, die von Spendern und Helfern aus den Pfarreien Berchtesgaden, Bischofswiesen,
Ramsau, Schönau am Königsee und Winkl getragen wird. Etliche Transporte mit Hilfsgütern
gingen anfänglich nach Lugosch, Busiasch, Temeswar und vor allem Bakowa.
Warum konzentriert sich
die Hilfe der Arbeitsgemeinschaft Berchtesgaden vorrangig auf Bakowa im Banat? Die Erklärung lautet
ganz einfach: Frau Eder ist 1974 von Bakowa ausgesiedelt, Herr Ederīs Mutter stammt aus Busiasch.
Neben
Sachspenden, die im Laufe der vergangenen Jahre über große Hilfstransporte mit tonnenschweren
Lastwagen bewerkstelligt wurden und verschiedenen Institutionen und Privatpersonen zugute kamen,
(eine tabellarische Auflistung der Hilfsaktionen umfaßt über fünfzehn DIN A4-Seiten),
muß die rege, liebevolle Tätigkeit der Frauenrunde Unterstrein erwähnt werden, die
durch den Erlös der im Laufe der Jahre organisierten Weihnachtsbasare, den Erlös aus
dem Verkauf ihres Kochbuches "Schmankerl-Küche" und durch direkte Hilfssendungen
sowie Übernahme von Patenschaften einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung der
Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft leistet.
Heute liegt der Schwerpunkt der Bemühungen
der Arbeitsgemeinschaft auf der Unterstützung bedürftiger Personen über Patenschaften.
Das vom Ehepaar Eder in Zusammenarbeit mit dem Leiter des Adam-Müller-Guttenbrunn-Hauses und
der Banater Altenheime Bakowa und Sanktanna, Helmut Weinschrott mit Frau Anni sowie dem Leiter des
Hilfswerkes der Banater Schwaben, Helmut Schneider im Jahre 1992 ins Leben gerufene Projekt des
Patenschaften ermöglicht die Vollverpflegung über die Altenheime in Bakowa von 42 und
in Temeswar von 18 bedürftigen Personen. Die Übernahme einer Patenschaft bedeutet,
daß die Kosten für die Vollverpflegung übernommen werden. Patenschaften haben
auch Privatpersonen und kirchliche Einrichtungen übernommen. Zu nennen sind die Frauenrunde
Unterstein (5 Patenschaften), der Frauenkreis Ramsau (4), die Pfarrei Bischofswiesen (3), die
Pfarrei Winkl (3), das katholische und das evangelische Pfarramt Berchtesgaden mit je einer
Patenschaft.
Anläßlich mehrerer Aufenthalte in der Vergangenheit konnte sich
Herta und Arnold Eder davon überzeugen, daß die Bedürftigen über diese
Patenschaften bestens versorgt werden. Die von Anni und Helmut Weinschrott mit Umsicht, Einsatz
und Sachverstand geleiteten Altenheime können ohne Übertreibung zu den modernsten
Einrichtungen Rumäniens gezählt werden in Bezug auf Ausstattung, Verpflegung und auf
Personal.
Das neueste vom Ehepaar Eder angeregte und verwirklichte Projekt der
Arbeitsgemeinschaft ist die Hilfe für 35 bedürftige Schulkinder, die täglich ein
warmes Mittagessen in den Räumen der Caritasstation Bakowa erhalten. Vier Nonnen teilen das
Essen aus; am Nachmittag stehen sie für die Hausaufgabenbetreuung, aber auch für die
Nöte und Probleme der Kinder zur Verfügung.
Wer sich über die
"Arbeitsgemeinschaft Berchtesgaden hilft Rumänien-Patenschaften" informieren will,
kann dies unter der Telefonnummer 08652-7251 (Katholisches Pfarramt Bischofswiesen)
oder 08652-8362 (Familie Eder) tun. Eine weitere Möglichkeit zu helfen wäre die
Überweisung von Spenden auf das Konto der Arbeitsgemeinschaft (Konto 350 330;
BLZ 710 500 00; Sparkasse Berchtesgaden). Die Arbeitsgemeinschaft dankt für jede Spende
und garantiert, daß diese für bedürftige Menschen in Bakowa oder Temeswar
eingesetzt werden.